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update: 2-11-2011
SchiedmayerSchiedmayer Celesta Resonators Schiedmayer - J & P Harmoniums
Catalogi / Catalogs Schiedmayer
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Main entrance of Conservatory
Concert Hall
The tower is the Concert Hall
And again an earial view
The Concert Hall Tower Historische instrumenten op het podium
Hammerflügel Schiedmayer 1783
Tafelklavier Dieudonné & Schiedmayer 1811
Konzertflüegel Schiedmayer & Söhne 1871
Schiedmayer harmonium Saugluft ca. 1905 Celesta building
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Württembergische Landes Gewerbe Ausstellung 1881Zeitschrift für Instrumentenbau | Band 1 1880-1881 | Nr.22 – 15. Aug. 1881 | p. 308-309 Die Württembergische Landes-Gewerbe-Ausstellung zu Stuttgart im Jahre 1881.König Friedrich war es, welcher am 14. Dezember 1811 “zu fortdauernder Unterhaltung und immer höherer Vervollkommnung der bildenden Künste sowie zu mehrerer Ausbreitung der Industrie unter Professionisten und Handwerkern und Erweckung einer zweckmäßigen Nacheiferung unter denselben durch öffentliche Anerkennung und Belohnung des Talents.” Die Veranstaltung der ersten württembergischen Kunst – und Industrieausstellung verfügte. Dieselbe fand vom 1. Mai bis 1. Juni 1812 in dem Königlichen Schloss hierzu angewiesenen Sälen und Zimmer statt. Ihr folgte im Jahr 1816 eine zweite Gewerbeausstellung in einem Saal des vormaligen kleinen Hoftheaters.
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1861 |
1868 |
1880 |
Pianos & Pianinos |
2500 |
3000 |
3400 |
Flügel |
100 |
120 |
250 |
Harmoniums |
1000 |
1400 |
1800 |
Flügel werden von 5 Firmen (4 davon in Stuttgart) fabrizirt. Die Herstellung von Harmoniums (Ph. J. Trayser, seit 1847) ist eine Spezialität von Stuttgart (5 Firmen).
Schlägt man den Werth eines Tafelpiano zu 550 M., den jenigen eines Pianinos zu 700, eines Flügels zu 1300 M. und eines Harmonium zu 250 M. an, so ergibt sich als Jahresproduktion ein Werth van rund 2.640.000 für Württemberg.
Zeitschrift für Instrumentenbau | Band 1 1880-1881 | Nr.22 – 15. Aug. 1881 | p. 312
| König Karl I von Württemberg | (* 6. März 1823 in Stuttgart; † 6. Oktober 1891 in Stuttgart) war von 1864 bis 1891 als Karl I. der dritte König von Württemberg |
Homosexualität1888 führte die homosexuelle Neigung des Königs zu einem Skandal. 1883 hatte Karl I. den 30jährigen Amerikaner Charles Woodcock [What's in a name!] kennengelernt, einen ehemaligen Kongregationsprediger. Der König ernannte seinen Geliebten zum Kammerherrn, dann zum Baron Woodcock-Savage und überließ ihm ein stattliches Vermögen. Der König zeigte sich auch mit seinem Freund in der Öffentlichkeit, in gleicher Kleidung bei gemeinsamen Ausfahrten. Dies blieb der Presse nicht verborgen und kam auch Otto von Bismarck zu Ohren. Um einem Schicksal wie dem des bayerischen Königs Ludwig II zu entgehen, sah sich Karl I aufgrund der öffentlichen Kritik gezwungen, sich von seinem Geliebten zu trennen und ihn aus seinem offiziellen Dienst zu entlassen (1888). Wenige Jahre später fand er jedoch Ersatz in Gestalt des Maschinenmeisters des Hoftheaters, Wilhelm George. |
Die Magdeburgische Zeitung wird aus Stuttgart geschrieben: Unsere Ausstellung bildet andauernd eine Anziehungspunkt für Gäste von nah und fern. Auch des Besuchs von gekrönten Häuptern darf sie sich rühmen. Ausser unserem Königspaar wurde sie vom König und der Königin der Niederlande [d.h. König Willem III und seine Gatte Königin Emma] sowie vom König und der Königin von Sachsen besucht. Im September wird der Besuch des deutschen Kronprinzen erwartet, der zu alljährigen Inspection des württembergischen Armeecorps sich einfindet. Der höchste Wunsch ist aber auf einen Besuch des deutschen Kaisers gerichtet, und es heisst dass dieser Wunsch wirklich Anfang September Aussicht auf Verwirklichung habe, wenn nicht unvorhergesehene Hindernisse eintreten. Der Einfluss der Ausstellung und des herrlichen Wetters auf die Geschäfte mach sich schon in recht erfreulicher Weise bemerkbar. – An der Aussicht auf eine gute Weinernte richten sich alle Hoffnungen wieder auf. Möge wie in Süd-Deutschland auch anderwärts ein gutes Geschäft für die nächste Zukunft in Aussicht stehen.
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Zeitschrift für Instrumentenbau | Band 1 1880-1881 | Nr.22 – 15. Aug. 1881 | p. 322
Nächst den Orgeln heben wir unsere Aufmerksamkeit dem Harmoniumfabrikate zuzuwenden.
Das älteste Etablissement hiervon ist wohl das von Ph. J. Trayser & Co. [gegründet 1847 (als Physharmonica bauer, fvdg)]. Obwohl im Inland sehr bekannt und geschätzt, ist der Export ungleich grösser. Die Harmoniums werden von einfachster Art an, bis zu kirchenähnlichen Orgeln mit Pfeifenaufsätzen fabricirt. , wobei selbstverständlich das Pedal nicht fehlt. Das Pedal-harmonium mit Pfeifenaufsatz hat ein gotisches Gehäuse in Eichenholz, kann als Harmonium selbsttretend, wie auch durch Vorrichtung mit Pedal gespielt werden. Der Ton ist edel gehalten und für die Grösse auch hinreichend stark.
Bei einer wiederholten Ausstellung hoffen wir diese achtbare Firma mit einem grösseren Werke vertreten zu sehen.
Eine weitere Firma, Firma C. Rietheimer in Stuttgart, hat uns Beweise von solider Arbeit geliefert. Der Ton ist edel und die Register wirken harmonisch in beiden Manualen.
Die Firma J.G. Geschwindt hat ein Pedal-Harmonium ausgestellt. Wir haben das Werk kurz nach der Aufstellung gespielt. Wir fanden, dass es noch in manchen Stücken nicht ganz präcis zusammengesetzt war und hoffen später darauf zurückzukommen. Die Firma ist gegründet 1858, beschäftigt nach ihrer eigenen Angabe 30 Arbeiter und hat ihr Absatzgebiet in alle Länder der Erde.
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Zeitschrift für Instrumentenbau Band 2 Nr. 3 | 1. November 1881 | S. 26-27
Von grossem Interesse war uns eine Collection aus der altbewährten Fabrik von F. Kaim & Günther in Kirchheim u. Teck (gegr. 1819) zu sehen. Wir nahmen öfter Gelegenheit die Instrumente zu spielen, und ganz besonders verfehlten die beiden Flügel nicht, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu fesseln. Wir müssen gestehen, dass wir, obwohl die Ansprache des Tones eine leichte ist und der Klang selbst angenehm berührt, doch erwartet hatten, etwas noch Gossartigeres zu Gehör zu bekommen, ja, wir waren sogar der Meinung, dieses Etablissement werden den Stuttgarter Firmen, in beziehung auf Tonfülle und Anschlag grosse Concurrenz machen. Das war nun zwar nicht der Fall, trotzdem hat sich die Firma die Achtung aller ihrer Concurrenten in hohem Masse erworben. *
| * [Unserem O. Laffert haben die Kaim & Günther nstrumente bei seinem Besuche der Stuttgarter Ausstellung nach genauer Prüfung „sehr gut“ gefallen. Die Redaktion.] |
Nach eigener Angabe beschäftigen Kaim & Günther 40 Arbeiter und haben einen Jahersumsatz von 120,000 M. Ihr Absatzgebiet von: Salon-, Stutz- und Cabinetflügeln, nebst Pianinos ist: Europa, Afrika, Südamerika und Indien.
Gehen wir nun auf die Ausstellungsobjecte der Firma Schiedmayer (vormals J. & P.Schiedmayer) über, so gewinnen wir den Eindruck, als sei der Firma dieses Mal hauptsächlich daran gelegen gewesen, ihre Erfolge auf dem Gebiete der Painoforte-industrie vorzuführen. Es ist dies umsomehr zu bedauern, als gerade kurz vor Beginn der Ausstellung ein für den Orgelvirtuosen Hlawatsch in St. Petersburg erbautes grosses Harmonium eine wunderbare Wirkung zu machen im Stande gewesen wäre. Wir selbst haben es spielen hören und waren höchst erfreut über die meisterhafte Behandlung des Instrumentes, wie auch über die überraschenden Ton-Effekte desselben. Nichtsdestoweniger ist das eine ausgestellte Harmonium von vorzüglichem Ton und in seinen einzelnen Registers egal und wirkungsvoll.
Ausserdem sind ausgestellt: 1 Salonflügel, 1 Mignonflügel und 1 Pianino. Alle Instrumente zeichnen sich durch äusserst solide und präzise Arbeit aus. Der Salonflügel vereinigt alle Vorzüge eines Instrumentes in Betreff der Klangfarbe, des Gesangs und Ansprache des Tones. Der Anschlag ist vorzüglich. Die Instrumente hatten im Allgemeinen einen sehr ungünstigen Platz, denn sie waren fortwährender Zugluft ausgesetzt; trotzdem erhielt sich der Flügel in reiner Stimmung. Bei all diesen Vorzügen darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Fabrikant noch lange nicht dem behaglichen Gefühl des Zufriedenseins sich hingibt. Das stete Streben, dass das nächste neue Instrument wohl noch besser werden soll, gibt Zeugniss vom unermüdlichen Wirken eines Mannes, dem es ernst ist, auf der Höhe seiner gestellten Aufgabe zu bleiben.
J. & P. Schiedmayer, jetzt „Schiedmayer Pianofortefabrik“ genannt, verfertigt im Laufe des Jahes ca. 1000 Instrumente, welche zum grossen Theil nach dem Norden und Süden des Amerikanischen Continents gesandt werden.
Das Etablissement „Schiedmayer Pianofortefabrik“ beschäftigt 180 bis 200 Arbeiter in und ausser dem Hause.
So hätten wir auf dem Gebiete der Flügelfabrikation derjenigen Männer gedacht, die eine wahrhafte Zierde der ‚Württemberg’schen Landes-Gewerbe-Ausstellung durch ihre vertrefflichen Erzeugnisse geworden sind. Möge es ihnen noch lange vergönnt sein, der steten rühmlichen Anerkennung im In- und Auslande theilhaftig zu sein und zu bleiben.
Die Prämiirung auf der Württembergischen Austellung
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