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created: 30-07-2011

update: 22-04-2014

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Hammerflügel Schiedmayer 1783

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Tafelklaiver 2

Tafelklavier Dieudonné & Schiedmayer 1811

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Konzertflüegel Schiedmayer & Söhne 1871

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Schiedmayer harmonium Saugluft ca. 1905

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joseph Schleier Bahia Brasilien: Importeur von deutschen Pianos und Harmoniums
It seems obvious based on the Zfib that Schleier also imported Schiedmayer Instrumente. I have seen many references from Brasil to Schiedmayer piano and also harmonium.

In searching for information on Joseph Schleier  (1827- 1902) of Billigheim circa 1882 when he opened an instrument shop in Salvador, Bahia, Brazil,  for the importation of German Pianos,  I discoverd that Schiedmayer  Pianoforte Fabrik was a prominent Piano in Brazil during the colonial period.  It is written in the Obituary of Joseph Shleier in the magazine " Zeitschrift Fur Instrumenbau"  vol.22, no. 16, March 1, 1902, Leipzig, Germany, a compelling story of Mr. Schleier's pioneering adventures and dedication to the importation/manufacturing process and sales of Pianos adapted to tropical climates.  It is also stated in the Obituary that Mr. Schleier  wrote  valuabe articles in the above publication with suggestions of practical solutions for the building of pianos for the tropics.  Is it possible to find some of these articles?
Thank you for your assistance.

Richard Brokaw/Brazil

 

ZfIb | Bd-22 | nr. 16 | March 1, 1902 | S. 415-416

Joseph Schleier  * 18-05-1827 † 19-01-1902

Der älteste Pionier für das deutsche Klavier in Brasilien, Herr J. Schleier in Bahia, ist am 19 Januar d. J. nach langjährigen Leiden im Alter von 75 Jahren verschieden. Mit ihm verliert des Deutschtum in Brasilien einen seiner angesehensten und hervorragendsten Vertreter, die deutsche Klavierindustrie einen eifrigen Förderer ihrer Erzeugnisse im nördlichen Brasilien, unsere Zeitschrift einen langjährigen treuen Freund und Leser.

Joseph Schleier 1827-1902

 

Joseph Schleier wurde am 18. Mai 1827 zu Billigheim im Baden geboren. Da er schon im zarten Kindesalter den Vater verlor, so zwangen ihn die Verhältnisse, von frühester Jugend an selbst für sein Fortkommen zu sorgen. Seine Ausbildung, die sich nur auf die in Dorfschule erworbenen Kenntnisse beschränkte, musste er später durch eifriges Selbststudium vervollständigen.

Der Schule entwachsen, widmete er sich der kaufmännischen Laufbahn, benutze aber jede freie Stunde der Nacht, die sonst der Erholung dient, zu seiner weiteren geistigen Fortbildung.
Vor allem widmete er sich dem Studium der Musik, für die der wissensdurstige Jüngling nicht nur grosse Neigung, sondern auch ein ausgesprochenes Verständniss hatte, und mit eisernem Fleisse und seltener Ausdauer erwarb er sich auf diesem Gebiete einen Schatz von Kenntnissen, den er später beim Wechsel seines Berufes fruchtbringend verwerthen konnte.

Da kam das Revolutionsjahr 1848, das gerade in Baden einen so stürmischen Verlauf nahm und zu dem bekannten badischen Aufstand führte, der erst 1840 nach blutigen Kämpfen unterdrückt wurde. Die Freiheitsidee, die damals die Gemüther bewegte und die Besten des Volkes mit in den Kampf hineinriss, erfasste auch Schleier, der als junger Enthusiast thätigen Antheil am Aufstande nahm. Wie so vieler Genossen und Mitkämpfer musste er durch die Flucht nach der Schweiz sein Leben in Sicherheit bringen. Hier verweilte er einige Zeit in kaufmännischer Stellung und lernte seine zukünftige Lebensgefährtin, heut um ihn trauernde Gattin kennen, eine geborene Marie Oppikofer, Tochter des durch seine Erfindung des Planimeters bekannten schweizerischen Ingenieurs G. Oppikofer.

Im Jahre 1851 verliess Schleier die Schweiz und schiffte sich nach Bahia ein, der schön gelegenen Nord-brasilianischen Handelsmetropole an der Allerheiligenbai, über die die tropische Natur so verschwenderisch ihre Reize ausgebreitet hat.

Nachdem er hier nur kurze Zeit im kaufmännischen Berufe gearbeitet hatte, wandte er sich einer neuen Thätigkeit zu, wozu ihn seine musikalische Neigung und die auf diesem Gebiete selbst erworbenen Kenntnisse ganz besonderes befähigten. Klein anfangend schuf er sich durch Klavierstimmen und Repariren, sowie durch den anfangs im kleinen Masstabe betriebenen Import von Pianos einen neuen Lebensunterhalt.

Dank seinem Fleisse und seiner Energie wuchs das Geschäft von Jahr zu Jahr, so dass er im Jahre 1882 in der Rua direita do Palacia in Bahia ein Musikalien- und Instrumenten-Magazin grösseren Umfanges eröffnen konnte, das unter seine streng fachmännischen Leitung  und der peinlich reellen Geschäftsführung heute zu einem der bekanntesten und angesehensten Geschäfte dieser Art in Brasilien geworden ist.

Wir geben das Lokal, in dem sich das Geschäft jetzt noch befindet und von zwei Söhnen des Verewigten, den Herren Carlos und Willy Schleier, unter der Firma C. & W. Schleier auf der alten soliden Basis weiter geführt wird, unseren Lesern hier im Bilde wieder.

Wenn die heutige Einfuhr von Pianos in Bahia in der Hauptsache deutsches Fabrikat ist, so ist das zum grossen Theile eine Folge der Thätigkeit und der Bemühung J. Schleiers. Seine langjährigen gediegenen Erfahrungen, die er seinen deutschen Lieferanten nicht vorenthielt und die er auch im Interesse der Allgemeinheit in früheren Jahren öfters in den Spalten unserer Zeitschrift bekannt gab, fanden bei der Konstruktion von Pianos für das tropische Klima praktische Verwendung, und seine Winke und Vorschläge haben sich auch im Laufe der Jahre als durchaus angebracht und zutreffend bewährt.
Leider setze vor 2 ½ Jahren ein Schlaganfall dem unermüdlichen Schaffen des noch immer rüstigen alten Herrn ein Ziel, und bis zu seinem Hinscheiden litt er unaussprechlich an dem hierdurch veranlassten Zwange der Unthätigkeit.

Während der 51 Jahre, die er in Bahia lebte, erwarb er sich in allen Kreisen zahlrieche Freunde. Im öffentlichen Leben war sein Name allgemein bekannt und hochgeschätzt. Gross und Klein, Arm und Reich, alle kannten sie „o senhor Schleier velho“ (den alten Herr Schleier), und in grossen gastfreundlichen Bahia giebt es kaum ein Haus, wo er nicht verkehrt hat. Sein offenes, liebenswürdiges, heiteres Wesen, und seine noble Gesinnung machten ihn überall zum gern gesehenen Freunde.

Ein dritter und letzter Schlaganfall, der ihn am 19. Januar d.J. traf, führte seinem Tod vor Erreichung des 75. Lebensjahres herbei und beschloss ein Leben, feinfühlend für die Macht der Töne, reich an Liebe und Schaffen für das Gute.
Betrauert von Allen, die ihn kannten, wird sein Andenken noch lange fortleben.

Stambaum

Joseph Schleier (1827-1902) x Maria Oppikofer (1829-1929)
Kinder:

  • Hans Schleier (1854-1934)
  • Otillie Schleier (1855-1855)
  • Rosa Schleier (1856-1909)
  • Helena Schleier (1857-1944)
  • Carl (Carlo) Schleier (1859-1903)
  • Edward Wilhelm (Willy) Schleier (1870-1937)

 

 

 

 

 

 

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